Ein Käfer gewinnt das Green Event

Ein Käfer gewinnt das Green Event

Die Helden am Berg feiern wieder den Sieg eines VW-Käfer

Den Gesamtsieg in der Gleichmäßigkeitswertung sicherten sich die beiden Fahrer mit einer Gesamtabweichung aus drei Wertungsläufen von nur 24 Hunderstel Sekunden.

green-event-toerlBei der zweiten Auflage des Revivals der alten Grossglockner Rennen für Automobile – jetzt als zertifiziertes Green Event mit Umweltschutzaspekten und als Oldtimer-Gleichmäßigkeits-Veranstaltung- siegten am letzten Wochenende in einem VW Käfer aus dem Jahr 1966 die Piloten Holger Träger und Alexander Keller aus Bochum in Deutschland.

Am Freitagnachmittag legten sich die 75 Starterteams beim Revival der alten historischen Bergrennen auf der Grossglockner Hochalpenstrasse ihre Zeiten vor, an denen sie sich am Samstagvormittag und am Nachmittag selber messen konnten. Es geht bei der Veranstaltung darum seine Zeiten bei insgesamt drei Auffahrten in Wertung so exakt wie möglich auf der fast 15 Kilometer langen Bergstrecke von der Mautstelle Ferleiten bis hinauf zum Fuscher Törl  zu bestätigen und zu wiederholen.

Mit dem VW Käfer des deutschen Siegerteams spielt wieder einmal ein Volkswagen beim „Grossglockner Grand Prix“ eine große Rolle. Schon 1938 beim zweiten von insgesamt drei Rennen vor dem Weltkrieg tauchten im Starterfeld plötzlich zwei VW Käfer aus der Werkstatt von Ingenieur Ferdinand Porsche auf, die er im Rahmen des Rennens auf Tauglichkeit testen wollte. Damals benötigten die Ur-Käfer eine Zeit von 21 Minuten als sie die legendäre Traumstrasse der Alpen empor krabbelten. Beim Grand Prix 2013 waren es am Samstag und Sonntag ziemlich genau 19 Minuten.

130907_gggp_hey_243Die schnelleren Fahrzeuge im Event in diesem Jahr schafften die Strecke in ca. 15 Minuten.

Der „Internationale Grossglockner Grand Prix“ ist nun mit 2013 schon zum zweiten Mal als Erinnerung an die alten Rennen der Jahre 1935, 1938 und 1939 an die Grossglockner Hochalpenstrasse zurück gekehrt.

75 Teams aus sieben Nationen brachten die gleiche Zahl historischer Rennfahrzeuge und Automobilklassiker zum Start nach Ferleiten ins Fahrerlager wie in den Vorbildveranstaltungen der Vergangenheit.

Stars waren sicherlich Jochen Mass  –  der bekannte Formel 1 Fahrer und Le Mans Sieger – mit einem Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer sowie der Rennwagen „Mother Gun“ aus dem Jahr 1928, der in England auch einige Rekorde in Brooklands hält. Weitere Starter waren die Fahrzeuge der Marken Bugatti, Lagonda, Jaguar, Porsche, Ferrari und Maserati.

IMG_3237Bei strahlendem Wetter in Sommersonne genossen alle Starter und Teams sichtlich entspannt und bester Laune die unvergleichliche Natur in der Region und trotz sportlicher Auffahrt bis auf fast 2.500 m Höhe blieb auch immer genügend Zeit das Bergpanorama zu bestaunen. Die Teams kehren sicherlich als große Fans der Region und des Nationalpark Hohe Tauern und somit als gute Botschafter zurück in Ihre Heimatländer.

Die Veranstaltung war erstmals als „Green Event“ zertifiziert. Ein Prädikat, welches Veranstaltungen erhalten, wenn sie in Vorbereitung und Durchführung auf besondere Weise die entsprechende Umweltaspekte beachten und sicherstellen. Im Klassikerbereich bei Oldtimerveranstaltungen ist der Grossglockner Grand Prix das erste Event überhaupt, welches erfolgreich diese Zertifizierung des ÖKO-Trend Instituts durchlief.

 

Feierliche Siegerehrung im Ferry Porsche Congress Center als Abschluss

Der Internationale Grossglockner Grand Prix begeisterte – wie sein historisches Vorbild – die Zuschauer; im Fahrerlager in Ferleiten konnten Automobilfans unter die Hauben der Museums-Schätzchen schauen oder Autogramme erheischen. Manch einer posierte neben seinem Traumwagen oder kam mit dem prominenten Rennfahrer Jochen Mass ganz ohne Allüren ins Gespräch. Technikbegeisterte suchten nach spannenden Details und Väter erklärten Ihren Söhnen die Entwicklung des Automobils.

130907_gggp_hey_149Bei der Siegerehrung im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See am Samstagabend versammelten sich noch einmal alle Fahrzeuge und Fahrer zu einem eindrucksvollen Gesamtbild.

Für viele hat die Grossglockner Hochalpenstrasse eine große Attraktivität und kombiniert diese mit großer Historie und einer unvergleichlichen und überwältigenden Natur.

Die gut gewarteten und restaurierten Automobilschätze schlummern bald schon wieder in Garagen und Hallen, die strahlenden Bilder vom Grand Prix bleiben dann lange Zeit noch wunderbare Erinnerung.

 

Die Platzierungen im 2. Internationalen Grossglockner Grand Prix um den Gewinn des „Grossen Bergpreis“ im Einzelnen…

Vorkriegsklasse / Baujahre 1920 – 1940


Klasse Baujahre 1941 – 1950


Klasse Baujahre 1951 – 1970


Damit Gesamtsieger:

130907_gggp_hey_132Internationaler Grossglockner Grand Prix 2013 – Grosser Bergpreis

Holger Träger &  Alexander Keller

Volkswagen Typ 11
Baujahr 1966

Abweichung in drei Läufen gesamt:  00.24 Sekunden.